Geschichte - Von Knörbele zu Knörpeli

Bereits im Jahr 1938 wurde in Ottenhöfen der erste Elferrat unter dem Namen „Knörbele“ gegründet. Während der Fasnachtszeit grüßte man die Besucher mit dem Ruf: Narri-Narro, die Knörpeli sin widder do! Aber - weit und breit war kein Knörpeli zu sehen. Um diesem Mangel abzuhelfen, schuf man zur Fasnacht 1955/56 zwei Masken, die sich als erste „etwas erschröcklich“ anzusehende Knörpeli unters närrische Treiben begaben. Aus Kostengründen blieb es jedoch vorerst bei dem Zweierversuch.

Im Jahr 1965 machte man sich daran, einen trageleichten, genügend stabilen und billigen Knörpeli-Wurzelhut zu gestalten. Aus Plastikmasse und einzelnen Astabschnitten wurde ein Baumstumpf (Knorbe) geformt. Als zottiges Knörpeli-Kleid wurde ein Fleckles-Häs entworfen, das die Waldfarben Braun und Grün in Abstufungen enthielt, die darauf verteilten Farbtupfer in Gelb und Rot standen für die Waldbeeren. Auf sogenannte „Blaue Antons“ wurden die mit einem Absatzeisen aus Filz gestanzten Fleckles aufgenäht. Beim Fasnachtsumzug 1966 war erstmals eine Fußgruppe der Knörpeli mit dabei. Die Symbolfigur war geschaffen. Ein Bildschnitzer aus dem Kinzigtal gestaltete im Jahr 1979 nach vorliegenden Fotos eine Holzmaske, die das frohe Schalksgesicht unter dem Baumstumpf zeigt - einen rechten Knörpeli also, der damit seine endgültige Gestalt gefunden hatte.