Geschichte - Von SimLauHö zu Mühlenhonsili

Die Geburtsstunde der Mühlehonsili lag im Jahre 1987. Damals gab es unter anderem die wilde Narrengruppe SimLauHö. Sie setzte sich aus närrischen Bewohnern von Simmersbach, Lauenbach und Höf zusammen. SimLauHö beteiligte sich als Indianer- oder Hexengruppe an der Ottenhöfener Fasent. Rudi Wölfl warf die Idee auf, das bestehende Outfit um ein weiteres Häs, den Mühlehonsili, zu ergänzen. Als Mühlendorf lag es nahe einen Narr zu kreiren, der als Geist der Mühle aufsteigt und sein Unwesen treibt. Die Idee fand in der Gruppe regen Zuspruch. Der „Mühlehonsili“ sollte ein weiteres Erscheinungsbild der SimLauHö werden. Die Idee erreichte auch den damaligen Präsidenten. Dieser war sogleich begeistert und schlug vor, die Mühlehonsili über den Verein zu gründen. Nach vielen Anproben und Verbesserungen entstand in wenigen Monaten das Häs, wie es heute noch getragen wird. Die Masken fertigte ein Holzschnitzer aus Nordrach. Zum typischen Beiwerk - zum einen als Schmuck, zum anderen als Geräuschinstrument, welches das Kommen der Mühlenhonsili ankündigt - wurde die Rätsche in Form eines Mühlrads geschnitzt. Im Februar 1987 entstand so die Ottenhöfener Mühlehonsili als zweite Häsgruppe der Fasnachtsvereinigung Ottenhöfener Knörpeli e.V. mit Obmann Rudi Wölfl.

Um die Fussgruppe zu ergänzen wurde im laufe des Sommers 1987 ein Mühlrad gebaut, das man hinter einem kleine Einachser herzog. Man fertigte das Rad aus einer großen Kabeltrommel. Rechts und links des Rades waren zwei Sitze befestigt, auf denen zwei Honsili mitfahren konnten. Die Sitze bewegten sich während der Fahrt hoch und runter. Das Rad wurde das Markenzeichen der Mühlehonsili. Am 16.11.1987 wurde die Gruppe mit Rad das erste Mal offiziell auf dem Ottenhöfener Hallenabend vorgestellt.