Geschichte - Die frühen Jahre

Der „Knörpeli“ ist der treffliche Bei- und Neckname der zwischen Bosensteiner Eck - Sohlberg - Simmersbacher Kopf - Blaubronn - Lauenbach - Zieselberg und Kleineck alteingesessenen Ottenhöfener. Dieser Bei- und Neckname entstand nach bisherigen Erkenntnissen im zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts, als die politische Gemeinde Ottenhöfen gegründet wurde. Unter „Knorpel“ versteht man im Achertal einen knorrigen Baumstumpf „Knorbe“ genannt, mit der Verkleinerungsform „Knörbeli“ oder eben auch „Knörpeli“. Das sind sie, so sind sie, die echten Ottenhöfener mit ihrem nun schon schätzungsweise mehr als 175 Jahre alten Beinamen! Ein langer Weg war es dann aber doch noch bis zum ersten Erscheinen der Symbolgestalt der Ottenhöfener Fasent. Nach dem ersten Weltkrieg, nach dem Sorgenjahr der Inflation, hielt auch im hinteren Achertal die Technik verstärkt Einzug und machte die Menschen mobil. Das wirkte sich auf das fasnachtliche Treiben aus. Eine Schar von rund 50 fasnachtlich begeisterten Ottenhöfenern aller Altersklassen feierte auf einem vollgummierten Lkw Fasnacht. Die Anfänge für die Fasnachtsumzüge waren getan.